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In den letzten 15 Jahren haben wir in der Reihe »Biko-Broschur« die Inhalte verschiedener Veranstaltungen dokumentiert, vor allem die Reihe »Kunst, Spektakel, Revolution«. Zudem sind in unserem Umfeld verschiedene Publikationen entstanden, die Diskussionen, die wir auf Veranstaltungen begonnen haben, zusammenfassen und weiterdenken. Wir freuen uns über Veranstaltungsanfragen zu den entprechenden Themen.

Wie leben?

Beziehungsweisen zwischen Revolution & Retraditionalisierung


Die Broschüre dokumentiert eine Veranstalungsreihe, die im Herbst 2018 in Erfurt stattgefunden hat.

Aus dem Vorwort: »Wie Leben?« – diese Frage haben wir uns gestellt, um eine politische ­Diskussion über Beziehungsformen und Lebensweisen zu führen. Ausgangspunkt war die Beobachtung einer »Pluralisierung der Lebensformen«. Dieser Diagnose zufolge ist es heute nicht nur möglich, sondern sogar geboten, einen individuellen Weg durch ein Labyrinth von Möglichkeiten der Lebens- und Beziehungsgestaltung zu finden. In Vergessenheit gerät dabei zweierlei: Zum einen beschränkt soziale Ungleichheit individuelle Handlungsmöglichkeiten, zum anderen hat jede individuelle Wahl auch eine gesellschaftliche Bedeutung. Das gilt in beide Richtungen: Machtverhältnisse beschränken die Wahl­freiheit der Einzelnen, die Wahl der Einzelnen hat einen Einfluss darauf, was in der Welt von morgen als normal und machbar gilt. Das wiederum stellt neben Selbstverständlichkeiten auch Privilegien in Frage – die von rechtspopulistischen und maskulinistischen Akteuren wortreich verteidigt werden. Wie ist unter diesen Rahmenbedingung ein Gutes Leben möglich? Und was bedeuten die damit verbundenen Entscheidungen für die Gesellschaft? Das haben wir in sechs Veranstaltungen diskutiert. Einen Teil des Diskussionsprozesses dokumentieren wir in der vorliegenden Broschüre: Sarah Speck zeigt in ihrem Beitrag unter Rückgriff auf Ergebnisse der Studie »Wenn der Mann kein Ernährer ist«, wieso Beziehungsweisen keine nebensächliche Privatangelegenheit, sondern ein zentrales Feld der (Wieder)herstellung gesellschaftlicher ­Grundlagen sind. Frank Lipschick macht deutlich, wie rechtspopulistische und maskulinistische ­Akteure Gleichstellungspolitiken ­angreifen, um (ver­­­­meintlich oder tatsächlich) traditionelle Ge­schlechter­verhältnisse zu verteidigen. Doreen Kruppa und Michel Raab dis­kutieren jeweils aktuelle Formen gegenhegemonialer Lebens- und Beziehungsführung – freundschaftszentrierte Lebensweise und konsensuelle Nichtmonogamie – und deren emanzipatorische Potentiale aus einer kritischen Perspektive.

32 S., erschienen im Eigenverlag Erfurt 2018. Gestaltung von Lena Haubner, Weimar.

Die Broschüre ist kostenlos zu haben bei Biko-Veranstaltungen, im veto und in der L50. Wir versenden die Broschüre gegen Spende, am liebsten in Umschlägen à 5 Exemplare. Anfrage per Mail an wieleben@arranca.de.

Care in konsensuell-nichtmonogamen Beziehungsnetzwerken

Sorgende Netze jenseits der Norm


Welche emanzipatorischen Potenziale liegen in konsensuell-nichtmonogamen Beziehungsnetzwerken? Schreiben sich in ihnen hegemoniale Geschlechter- und Klassenverhältnisse fort? Wird die Beziehungspraxis vereinnahmt von neoliberalen Anforderungen auf Flexibilität und Selbstoptimierung? In der marxistisch und feministisch orientierten Studie werden 13 narrative Interviews sowie ergänzend erhobene Netzwerkdaten einer intersektionalen Mehrebenenanalyse unterzogen. Es können drei Typen konsensuell-nichtmonogamer Beziehungsnetzwerke rekonstruiert werden: Konventionell-kernzentrierte Netzwerke realisieren Care, wie ihr Name sagt, vorwiegend in Kernbeziehungen. In individuell-ideellen Beziehungskonstellationen hingegen ist die materielle Sorgepraxis im gesamten Netzwerk gering. Pragmatisch-kollektiven Netzwerken gelingt es am stärksten, egalitäre und solidarische communities of care aufzubauen. Die Studie legt nahe, dass sich niederschwellige Institutionalisierungen und pragmatische Strategien als wirksamer für die Erfüllung selbst gesteckter emanzipatorischer Ansprüche erweisen als die weithin entschieden vertretenen entsprechenden Normen. Verschiedene Handlungsstrategien zur Erweiterung des emanzipatorischen Potenzials konsensueller Nichtmonogamie werden dargelegt, die aus den Ergebnissen der Studie folgen und mit den Interviewteilnehmer*innen diskutiert wurden.

Die Studie ist in den Jahren 2016-2019 im Rahmen einer Dissertation an der Arbeitsgruppe Arbeit-Gender-Technik an der Technischen Universität Hamburg entstanden. Viele Ideen, die im Buch wissenschaftlich ausformuliert, diskutiert und geprüft werden, sind bei Veranstaltungen und Seminaren des Biko entstanden.

256 S., 33,00€, erschienen bei Budrich-UniPress, Opladen/Berlin/Toronto 2019

Einleitung (100kb PDF)
Webseite zum Buch

Alles verändert sich, wenn wir es verändern.

Die Offene Arbeit Erfurt 1979-2014


Die Offene Arbeit Erfurt ist eine der Gruppen, in denen sich in der DDR Menschen zusammengeschlossen haben, die mit viel persönlichem Einsatz gegen die Herrschaft der SED eingetreten sind. Allerdings mussten sie feststellen, dass viele der im Umbruch angestoßenen gesellschaftlichen Veränderungsprozesse im Oktober 1990 ihr vorläufiges Ende fanden.

Vor diesem Hintergrund entstand das erste Buch der Offenen Arbeit: Offene Arbeit – Selbstauskünfte. Ich wollt‘ die Hoffnung stürbe nie. Im Vorwort hieß es: »Es ist unser Anliegen, mit diesem Buch Menschen zum aufrechten Gang zu ermutigen.«

Mehr als 20 Jahre später greift die vorliegende Veröffentlichung die offenen Fragen, die sich aus dieser Perspektive ergeben, auf: Was bedeutet Offene Arbeit im Wandel der Zeiten? Was ist von den Zielen und Ideen der Friedens- und Umweltgruppen in der DDR geblieben? Welche Wege sind unter den veränderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen zu gehen, um diese Ziele und Ideen weiterzuverfolgen?

Das Buch nähert sich diesen Fragen mit vielfältigen Ansätzen und Perspektiven: analytisch, historisch und in Anekdoten, aus der Innen- und Außensicht, mit Fotos und Originaldokumenten, in Sachtexten, Interviews und biografischen Texten.

242 Seiten, 16,90€, erschienen beim Graswurzel-Verlag, Münster 2015

Inhaltsverzeichnis und Leseprobe (1,7MB PDF)

Lirabelle

Seit Juni 2013 erscheint die undogmatisch-linke Zeitschrift Lirabelle, bis 2016 als Kooperation zwischen Biko, LAP Erfurt und der (inhaltlich unabhängigen) Redaktion. Seit ihrer Neugründung im Januar 2017 erscheint die Zeitschrift ohne organisatorische Mitwirkung des Biko.

Folgende Beiträge von uns, mit uns und in Anschluss an Biko-Veranstaltungen sind dort bisher erschienen:

"Heimat ist bloß da, wo man sich aufhängt" (Frank Dobler)
Impressionen vom "Kritik der Heimat"-Abend mit mit Thomas Ebermann und Thorsten Mense am 2.10.2019

Tote auf Urlaub - eine Spurensuche
Reisebericht einer Bildungsreise nach München, auf der wir uns vom 12. bis 14. April 2019 auf Spurensuche der Akteur_innen der Münchner Räterepublik begeben haben.

Teilhabe und Sichtbarkeit für Alle
Çağrı Kahveci über die Perspektive der "Autonomie der Migration".

Buen Vivir
Ein Text über ein südamerikanisches Konzept, dass die Möglichkeiten eines gelingenden Lebens unter zerstörerischen Bedingungen auslotet.

Bildet Banden!
Diskussion zwischen Biko, dem Baustellenkollektiv Contrust und dem Datenkollektivs aus Dresden über Selbstorganisation.

Wer die Hemmungen fallen lässt und die Kontrolle verliert
Ergebnisse eines Workshops, in dem wir die geschlechts- und klassenspezifischen Anrufungen der Kampagne "Alkohol? Kenn Dein Limit" analysiert haben.

Zwischen Freiheit und Ordnung Das Biko und Freund_innen im Gespräch über Utopien, politische Perspektiven und die Revolution.

Kunst, Spektakel, Revolution

Kunst, Spektakel & Revolution entstand im Jahr 2009 als Format einer Veranstaltungsreihe, die sich mit dem Verhältnis von Ästhetik und Gesellschaftskritik, von Revolutions- und Kunstgeschichte auseinandersetzt. KSR ist außerdem der Titel einer gleichnamigen Broschüren-Reihe, in der die Veranstaltungen der Reihe dokumentiert und zusätzliche Texte publiziert werden. KSR ist Teil des Veranstaltungsprogramms des Bildungskollektivs. Die Vorträge der Reihe finden in der Regel in der ACC-Galerie in Weimar statt. Die KSR-Broschüren erscheinen im Katzenbergverlag.

In den Broschüren sind einerseits die Vorträge der gleichnamigen Veranstaltungsreihe dokumentiert, andererseits sind zusätzliche Beiträge zum Verhältnis von Ästhetik und Gesellschaftskritik enthalten. Die Ausgaben 3-6 können per Mail bestellt werden. Die Ausgaben 1-2 sind leider vergriffen. Die darin enthaltenen Beiträge können online nachgelesen werden.


Topf & Söhne - Besetzung auf einem Täterort

Die Hausbesetzung auf dem ehemaligen Gelände der Erfurter Firma Topf & Söhne, die in der Zeit des Nationalsozialismus Krematoriumsöfen für Konzentrations- und Vernichtungslager hergestellt hatte, war in den 2000er-Jahren eines der bekanntesten linksradikalen Projekte in Deutschland. Das Buch hat die Erfahrungen dieser Zeit festgehalten. Mit Erzählungen und Analysen rekonstruiert es gemeinsame Kämpfe und interne Streitigkeiten, lässt viele Beteiligte zu Wort kommen, bietet Texte über Ratten und Debatten und dazu einen Überblick über und die historische Bedeutung der Firma Topf & Söhne.

»Ich fand’s geil, dass wir auf dem Gelände mit dieser krassen Geschichte was gemacht haben, das die Nutzung im NS rumgedreht hat. Die haben halt damals für Geld alles gemacht. Wir haben alles fast ohne Geld gemacht. Das fand ich den richtigen Umgang mit dem Gelände.«
Coma Richter, Besetzerin


Webseite zum Buch mit Leseprobe, Inhalt, Rezensionen

Graswurzelrevolution

Mit der anarchistischen Graswurzelrevolution verbindet uns eine lange Kooperation - gemeinsame Veröffentlichungen, viele Veranstaltungen mit GWR-Autor*innen und einige Artikel in der GWR:


Engel, Geister, Spritualismus

Zur Kritik esoterischer Welterklärungen


Die Broschüre »Engel, Geister, Spiritualismus« dokumentiert die Beiträge einer esoterikkritischen Veranstaltungsreihe im Herbst 2008. Es geht um unseriöse Energieheilverfahren, Global Scaling, Bert Hellinger und rechte Tendenzen an der Schnittstelle von Esoterik und Ökobewegung.

Die Broschüre ist leider vergriffen.

Einige Text finden sind auf der Webseite der Broschüre verfügbar.