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Bildungsprogramm

11.08.2021, 20.00 Uhr, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Wer die Erinnerung nicht kennt, kann die Zukunft nicht verändern. Erinnerung an den Nationalsozialismus zwischen linkem Aktivismus und Menschenrechtspädagogik


23.09.2021, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Geschichte von Unten - Die Romane des Autorenkollektivs Wu Ming


25.09.2021, Mittelbau-Dora bei Nordhausen
Fahrt zur Gedenkstätte Mittelbau-Dora


30.09.2021, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Mexico - Nach der Wahl von AMLO zum Präsidenten.


11.08.2021, 20.00 Uhr, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Wer die Erinnerung nicht kennt, kann die Zukunft nicht verändern. Erinnerung an den Nationalsozialismus zwischen linkem Aktivismus und Menschenrechtspädagogik
Die Veranstaltung findet vor Ort und digital statt. Weitere Infos finden
sie demnächst auf unserer Website http://biko.arranca.de/

Die Erinnerung an den Nationalsozialismus hat in der Bundesrepublik einen festen gesellschaftlichen Stellenwert: Dies findet nicht nur in regelmäßigen staatlichen Gedenkveranstaltungen seinen Niederschlag,sondern auch in der finanziellen staatlichen Unterstützung von Projekten im Rahmen der Dem okratieförderung sowie der Finanzierung von NS-Gedenkstätten und ihrer pädagogischen Arbeit. Dennoch ist das Feld der Erinnerungspolitik an den Nationalsozialism umkämpft. Denn zum einen haben viele Erinnerungsorte eine oft lange, wechselvolle Geschichte und mussten von Überlebenden, ihren Angehörigen und linken Aktivist*innen überhaupt erst erstritten werden. Zum anderen wird die Frage, warum, aus welcher Perspektive und mit welcher Zielsetzung an den Nationalsozialismus erinnert werden soll, unterschiedlich beantwortet. Zusätzlich komm t es in den letzten Jahren vermehrt zu einem erinnerungspolitischenRollback mit dem Ziel, die Erinnerung an den Nationalsozialismus und seine Verbrechen zurückzudrängen und Geschichte wieder stärker in ein rechtes nationales (Erfolgs-) Narrativ zu stellen. In einer Abendveranstaltung wollen wir uns mit diesem Spannungsfeld beschäftigen und fragen, was eine linke sowohl aktivistische als auch bildungspolitische Perspektive auf den NS von einer menschenrechtsorientierten, staatlich geförderten Perspektive unterscheidet. Wir wollen fragen, welche Funktion die Erinnerung hat, wie sie ausgestaltet sollte und wie sie gegen Angriffe von rechts verteidigt werden kann. Nicht zuletzt soll es auch um die Frage gehen, in welchem Verhältnis die Erinnerung an den Nationalsozialismus zu anderen um kämpftenThem en wie die deutsche Kolonialgeschichte oder die Erinnerung an rechtsterroristische Taten wie des NSU stehen. In einem Gesprächsabend mit zwei Gesprächspartnerinnen, die sich sowohl aktivistisch als auch pädagogisch mit dem NS beschäftigen, aber verschiedenen politischen Generationen entstammen, wollen wir Kontinuitäten und Veränderungen in der Erinnerungspolitik auf die Spur kommen.

Veranstaltet von der Projektgruppe Erfurt im Nationalsozialismus und dem Bildungskollektiv BiKo, gefördert durch den LAP Erfurt.