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Bildungsprogramm

20.04.2021, 19.30 Uhr, online
Widerstand im NS: Georg Elser


21.04.2021, 20:00 Uhr, Online oder Präsenz
Lu Märten - ›Die Künstlerin‹ (1919)


22.04.2021, 20:00 Uhr, ACC-Galerie (Burgplatz 1, Weimar)
Kritik und Musik. Mit den Ohren denken nach Adorno


22.04.2021, 19.30 Uhr, online
Widerstand im NS: Dietrich Bonhoeffer


26.04.2021, 19:30 Uhr, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Die Zerstörung der Humanität


29.04.2021, 19.30 Uhr, online
Das Konzept des Buen Vivir und die Lage in Bolivien


06.05.2021, 20:00 Uhr, ACC-Galerie (Burgplatz 1, Weimar)
Kritische Theorie des Hörens


08.05.2021, 11:00 Uhr, Halle - Kröllwitz (Leuna)
Auf den Spuren der mitteldeutschen Märzkämpfe 1921


10.05.2021, 19.30 Uhr, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Eine kurze Menschheitsgeschichte vom Neolithikum zum Anthropozän


11.05.2021, 19.30 Uhr, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Wally oder Skynet? Zur Zukunft künstlicher Intelligenz


13.05.2021, 20:00 Uhr, ACC-Galerie (Burgplatz 1, Weimar)
Politik und Ästhetik in Luigi Nonos experimentellem Musiktheater


18.05.2021, 19.30 Uhr, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Biotechnologie, Transhumanismus, Cyborgs und andere Monster


19.05.2021, 20:00 Uhr, Online oder Präsenz
Auf dem Weg zum Rätekommunismus


10.06.2021, 20:00 Uhr, ACC-Galerie (Burgplatz 1, Weimar)
Körpergedächtnis und Vokalperformance statt schriftfixierter Werkpartitur


10.06.2021, 19:30 Uhr, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Ein neues Zeitalter - Das Anthropozän?


11.-13.06.2021, Bildungsreise
Bildungsreise: Die ökologische Krise und eine andere Perspektive - Das Biosphärenreservat Rhön


24.06.2021, 20:00 Uhr, ACC-Galerie (Burgplatz 1, Weimar)
Modernistische Rationalität und Überwältigung


25. – 27.06.2021, Halle (Saale)
Rätebewegung und kommunistische Produktionsweise


01.07.2021, 16:00 Uhr, ACC-Galerie (Burgplatz 1, Weimar)
Hinaus auf die Straße, hinein in die Kämpfe


02.-04.07.2021, ACC-Galerie (Burgplatz 1, Weimar)
Schönberg - Einführung in die klassische Musik


15.07.2021, 20:00 Uhr, ACC-Galerie (Burgplatz 1, Weimar)
Abschaum: Über Punk


22.07.2021, 19:30 Uhr
Literarische Zukunftsreise


29.07.2021, 20:00 Uhr, ACC-Galerie (Burgplatz 1, Weimar)
Music of the Living Dead


23.09.2021, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Geschichte von Unten - Die Romane des Autorenkollektivs Wu Ming


30.09.2021, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Mexico - Nach der Wahl von AMLO zum Präsidenten.


21.04.2021, 20:00 Uhr, Online oder Präsenz
Lu Märten - ›Die Künstlerin‹ (1919)
Vortrag und Lesung mit Anne Hofmann

Lu Märten (1879-1970) entwickelte eine ästhetische Theorie, schrieb neben ihrer theoretischen Arbeit journalistisch, dramatisch und lyrisch. Zwischen 1906 und 1987 wurden ihre (frauenrechtlichen) sozial- und kulturkritischen Texte für Organe und Medien der Frauen- und Arbeiterbewegung veröffentlicht, in der sie sich politisch wie theoretisch engagierte. Zum einen formulierte sie den Anspruch der gewerkschaftlichen Organisierung von KünstlerInnen, zum anderen entwickelte sie eine radikale Produktionsästhetik, die eine gegenseitige Aufhebung von industrieller und künstlerischer Produktion vorsah. Ihre wichtigste Frage war: »Welche Ästhetik braucht die neue Bewegung?«, also welcher »Kunst« (bei ihr: welche Formen) emanzipierte Menschen bedürften und wie sie diese selbst erschaffen. Dafür stellte sie das Geschlechterverhältnis und den ArbeiterInnenalltag ins Zentrum ihrer Analyse. In ihrem Hauptwerk »Wesen und Veränderung der Künste/Formen« entwickelte sie eine ästhetische Theorie, die davon ausging, dass »Kunst« aus den gesellschaftlichen Verhältnissen, ihren technischen und materiellen Voraussetzungen (Produktionsbedinungen) verstanden werden muss - nicht als »Instanz der Repräsentation«. Lu Märtens Denken beeinflusste u.a. die tschechische Poetismus-Avantgarde-Bewegung und das Bauhaus.

Im Zentrum des Vortrages steht ihr Text ›Die Künstlerin‹, welcher 1919 erstmals veröffentlicht wurde. ›Die Künstlerin‹ umfasst eine geschlechtsspezifische Betrachtung der Kunstproduktion, Arbeitsteilung, Maschinenarbeit und deren Zusammenhänge. Daraus entwickelt sie ihre Forderung, dass Frauen sich als Subjekte ästhetischer Prozesse begreifen und entwirft damit erste Ansätze zu einer emanzipatorischen und gesellschaftsverändernden Perspektive auf diese. Anne Hofmann widmet sich experimentierend den ästhetisch-theoretischen Konzepten sowie der literarischen Arbeit Lu Märtens.

Anne Hofmann ist Bildende Künstlerin, Redakteurin, Autorin und Gestalterin der Zeitschrift outside the box - Zeitschrift für feministische Gesellschaftskritik Leipzig.

Eine Kooperation der RLS-Landesstiftungen Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen und des Bildungskollektivs.

Die Veranstaltung wird wahrscheinlich online stattfinden. Achtet auf Ankündigungen unter folgendem Link: