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Bildungsprogramm

Mitte März, Weimar
Stadtführung zu den Orten des Kapp-Lüttwitz-Putsches


Januar-Dezember 2021
»Radikalisiert euch!«


Sommer 2021, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
»Zukunft Menschheit?«


Mitte April, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Im Focus - Filmreihe zum vielfältigen Widerstand im Nationalsozialismus


26.04.2021, 19:30 Uhr, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Die Zerstörung der Humanität


29.04.2021, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Neustart in Bolivien?


06.05.2021, 19.30 Uhr, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Eine kurze Menschheitsgeschichte vom Neolithikum zum Anthropozän


07.05.2021, 19.30 Uhr, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Biotechnologie, Transhumanismus, Cyborgs und andere Monster


11.05.2021, 19.30 Uhr
Wally oder Skynet? Die Zukunft der Künstlichen Intelligenz


Mai/Juni 2021
Literarische Zukunftsreise


10.06.2021
Anthropozän


23.09.2021, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Geschichte von Unten - Die Romane des Autorenkollektivs Wu Ming


30.09.2021, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Mexico - Nach der Wahl von AMLO zum Präsidenten.


Sommer 2021, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
»Zukunft Menschheit?«
Bio- und Nanotechnologie, Künstliche Intelligenz, die Zerstörung der Umwelt (nicht zuletzt durch den menschengemachten Klimawandel): zu keinem Zeitpunkt in der Geschichte der Menschheit fanden wohl so viele tiefgreifende Veränderungen statt wie heute. Der technische Fortschritt im Kapitalismus trägt ebenso dazu bei wie die ihn begleitenden Krisenprozesse. Mit der Veranstaltungsreihe »Zukunft Menschheit?« will das Bildungskollektiv Biko den ganz großen Bogen schlagen: vom Neolithikum bis ins heutige Anthropozän und darüber hinaus. In fünf Veranstaltungen werde wir Blicke auf die Geschichte der Menschheit, aktuelle technologische Entwicklungen und ihre gesellschaftlichen Auswirkungen werfen, ohne dabei den Anspruch auf Vollständigkeit oder völlige Durchdringung der Themen zu erheben. Die Reihe ist eine Einladung zur Diskussion - in Zeiten der Pandemie und der multiplen Krise des Kapitalismus. Es geht dem Bildungskollektiv nicht um eine dystopische Erzählung, sondern um einen Beitrag zu einer gesellschaftlichen Debatte über eine Zukunft von Emanzipation, Befreiung und Überleben.

Die erste Veranstaltung widmet sich am 35. Jahrestag der Katastrophe von Tschernobyl einem Ereignis, durch das nicht zum ersten Mal, aber mit großer Intensität die Grenzen technologischen Größenwahns deutlich wurde. Der GAU von Fukushima vor 10 Jahren ist ein weiteres Beispiel für die zerstörerische Logik der Produktivkraftentwicklung. Daran, dass Katastrophen heute zum Alltag sehr vieler Menschen, vor allem im globalen Süden, gehören, erinnern Viktoria Postel und Matthias Weiß am 26. April.

Die zweite Veranstaltung stellt das Geschehen in einen sozialhistorischen Rahmen: Wann und unter welchen Umständen begann der Aufstieg der Menschheit zur weltbeherrschenden Spezies und welche Konsequenzen hatte dies langfristig gesehen? Führt der Fortgang der Geschichte in die Katastrophe, ins Nichts oder sind wir als Menschheit in der Lage und bereit, den Gang der Geschichte zu verändern? Bernd Löffler diskutiert diese Frage am 6. Mai als Teil einer großen Menschheitsgeschichte vom Neolithikum zum Anthropozän.

Die folgenden zwei Veranstaltungen diskutieren gegenwärtige (Alb)träume der Technikentwicklung:

Cornelia Schadler spricht am 7.5. über Biotechnologie, Transhumanismus, Cyborgs und andere Monster. Es geht um gegenwärtige biotechnologische Entwicklungen und die damit verbundenen Probleme und Hoffnungen: Parallel zur Steigerung der menschlichen Arbeitskraft durch Maschinen entwickeln sich derzeit Technologien, die direkt in die organische Materialität von Menschen und Tieren eingreifen, um deren Produktions- und Reproduktionskraft zu steigern. Das erweitert den planenden Zugriff auf mögliche Formen des Mensch-Seins. Wir diskutieren am 7.5., welche sozialen Folgen das hat, welche Hoffnungen daran daran geknüpft werden und welche Probleme entstehen.

Eine weitere Technologie, die alle Menschheitsprobleme lösen soll, ist Künstliche Intelligenz - so zumindest das Mantra von Forscher*innen, Politik und Wirtschaft. Wirklich? Gibt es da nicht noch einige politische Fragen vorher zu diskutieren? Zum Beispiel: was kann, was darf Künstliche Intelligenz? Wem soll sie dienen - dem kapitalistischen Akkumulationszwang oder einer freien Gesellschaft? Wer entscheidet darüber? Welche konkreten Vorstellungen und Vorschläge gibt es jetzt? Und was ist in der Zukunft noch zu erwarten? Über diese und weitere Fragen spricht bei der folgenden Veranstaltung am 11.5. das Çapulcu-Kollektiv.

Den Abschluss der Veranstaltungsreihe bildet eine kleine literarische Reise. Wir laden Menschen aus unserem Umfeld ein, eigene Gedanken oder Lesestücke aus den Zukunftsentwürfen verschiedener Autor*innen vorzutragen. Denn die Zukunft der Menschheit sollte doch ein Kunstwerk werden. Oder?

Die Reihe wird vom Bildungskollektiv Biko in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen und der Offenen Arbeit Erfurt durchführt.