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Bildungsprogramm

24.06.2021, 19.30 Uhr, online
Wally oder Skynet? Zur Zukunft künstlicher Intelligenz


24.06.2021, 20:00 Uhr, ACC-Galerie (Burgplatz 1, Weimar)
Modernistische Rationalität und Überwältigung


25. – 27.06.2021, Halle (Saale)
Rätebewegung und kommunistische Produktionsweise


01.07.2021, 16:00 Uhr, ACC-Galerie (Burgplatz 1, Weimar)
Hinaus auf die Straße, hinein in die Kämpfe


02.-04.07.2021, ACC-Galerie (Burgplatz 1, Weimar)
Schönberg - Einführung in die klassische Musik


08.07.2021, 19:30 Uhr, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Die Zerstörung der Humanität - Gefahr der Atomenergienutzung


Sommer 2021
»Zukunft Menschheit?«


15.07.2021, 19.30 Uhr, online
Biotechnologie, Transhumanismus, Cyborgs und andere Monster


15.07.2021, 20:00 Uhr, ACC-Galerie (Burgplatz 1, Weimar)
Abschaum: Über Punk


22.07.2021, 19:30 Uhr
Literarische Zukunftsreise


29.07.2021, 20:00 Uhr, ACC-Galerie (Burgplatz 1, Weimar)
Music of the Living Dead


23.09.2021, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Geschichte von Unten - Die Romane des Autorenkollektivs Wu Ming


30.09.2021, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Mexico - Nach der Wahl von AMLO zum Präsidenten.


Sommer 2021
»Zukunft Menschheit?«
Bio- und Nanotechnologie, Künstliche Intelligenz, die Zerstörung der Umwelt (nicht zuletzt durch den menschengemachten Klimawandel): zu keinem Zeitpunkt in der Geschichte der Menschheit fanden wohl so viele tiefgreifende Veränderungen statt wie heute. Der technische Fortschritt im Kapitalismus trägt ebenso dazu bei wie die ihn begleitenden Krisenprozesse. Mit der Veranstaltungsreihe »Zukunft Menschheit?« will das Bildungskollektiv Biko den ganz großen Bogen schlagen: vom Neolithikum bis ins heutige Anthropozän und darüber hinaus. In fünf Veranstaltungen werde wir Blicke auf die Geschichte der Menschheit, aktuelle technologische Entwicklungen und ihre gesellschaftlichen Auswirkungen werfen, ohne dabei den Anspruch auf Vollständigkeit oder völlige Durchdringung der Themen zu erheben. Die Reihe ist eine Einladung zur Diskussion - in Zeiten der Pandemie und der multiplen Krise des Kapitalismus. Es geht dem Bildungskollektiv nicht um eine dystopische Erzählung, sondern um einen Beitrag zu einer gesellschaftlichen Debatte über eine Zukunft von Emanzipation, Befreiung und Überleben.

Die erste Veranstaltung am 17.6. stellt das Geschehen in einen sozialhistorischen Rahmen: Wann und unter welchen Umständen begann der Aufstieg der Menschheit zur weltbeherrschenden Spezies und welche Konsequenzen hatte dies langfristig gesehen? Führt der Fortgang der Geschichte in die Katastrophe, ins Nichts oder sind wir als Menschheit in der Lage und bereit, den Gang der Geschichte zu verändern? Bernd Löffler diskutiert diese Frage als Teil einer großen Menschheitsgeschichte vom Neolithikum zum Anthropozän.

Eine Technologie, die alle Menschheitsprobleme lösen soll, ist Künstliche Intelligenz - so zumindest das Mantra von Forscher*innen, Politik und Wirtschaft. Wirklich? Gibt es da nicht noch einige politische Fragen vorher zu diskutieren? Zum Beispiel: was kann, was darf Künstliche Intelligenz? Wem soll sie dienen - dem kapitalistischen Akkumulationszwang oder einer freien Gesellschaft? Wer entscheidet darüber? Welche konkreten Vorstellungen und Vorschläge gibt es jetzt? Und was ist in der Zukunft noch zu erwarten? Über diese und weitere Fragen spricht das Çapulcu-Kollektiv am 24.6.

Die dritte Veranstaltungam widmet sich der Katastrophe von Tschernobyl, einem Ereignis, durch das nicht zum ersten Mal, aber mit großer Intensität die Grenzen technologischen Größenwahns deutlich wurde. Der GAU von Fukushima vor 10 Jahren ist ein weiteres Beispiel für die zerstörerische Logik der Produktivkraftentwicklung. Daran erinnern Viktoria Postel und Matthias Weiß am 8.7.

Cornelia Schadler spricht am 15.7. über Biotechnologie, Transhumanismus, Cyborgs und andere Monster. Es geht um gegenwärtige biotechnologische Entwicklungen und die damit verbundenen Probleme und Hoffnungen: Parallel zur Steigerung der menschlichen Arbeitskraft durch Maschinen entwickeln sich derzeit Technologien, die direkt in die organische Materialität von Menschen und Tieren eingreifen, um deren Produktions- und Reproduktionskraft zu steigern. Das erweitert den planenden Zugriff auf mögliche Formen des Mensch-Seins. Wir diskutieren, welche sozialen Folgen das hat, welche Hoffnungen daran daran geknüpft werden und welche Probleme entstehen.

Den Abschluss der Veranstaltungsreihe bildet eine kleine literarische Reise am 22.7. Wir laden Menschen aus unserem Umfeld ein, eigene Gedanken oder Lesestücke aus den Zukunftsentwürfen verschiedener Autor*innen vorzutragen. Denn die Zukunft der Menschheit sollte doch ein Kunstwerk werden. Oder?

Die Reihe wird vom Bildungskollektiv Biko in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen und der Offenen Arbeit Erfurt durchführt.

Die Veranstaltungen finden online statt.