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Bildungsprogramm

15.09.2017, 20:00 Uhr Uhr, ACC-Galerie (Burgplatz 1, Weimar)
Selbstkritik eines bürgerlichen Hundes


21.09.2017, 20:00 Uhr Uhr, ACC-Galerie (Burgplatz 1, Weimar)
Vom prophetischen Schrecken der Revolution


28.09.2017, 20:00 Uhr Uhr, ACC-Galerie (Burgplatz 1, Weimar)
Ein Riss ist in der Welt


07.10.2017, 14:00 Uhr Uhr, ACC-Galerie (Burgplatz 1, Weimar)
Ein Blick zurück


12.10.2017, 20:00 Uhr Uhr, ACC-Galerie (Burgplatz 1, Weimar)
»… versunken im Schlamm des Trauerbachs«


19.10.2017, 20:00 Uhr Uhr, ACC-Galerie (Burgplatz 1, Weimar)
Reconstructed Line #3


09.11.2017, 20:00 Uhr Uhr, ACC-Galerie (Burgplatz 1, Weimar)
Von der künstlerischen Komposition zur ästhetischen Abstraktion


09.11.2017, 20:00 Uhr Uhr, ACC-Galerie (Burgplatz 1, Weimar)
Von der künstlerischen Komposition zur ästhetischen Abstraktion
Vortrag von Kerstin Stakemeier über ästhetische Revolutionen zu Zeiten der Oktoberrevolution

Als noch nicht sonderlich lange existierende moderne Verengung zuvor wesentlich weiter gefasster ästhetischer Produktionsformen auf einen industriell ausgeschlossenen Zweig gesellschaftlicher Folgenlosigkeit ist die Kunst ein Kapitalisierungseffekt. Und damit wären ihre Arbeitsformen ebenso wie die aller anderen modernen, industrialisierten Formen zu revolutionieren. Eben dies versuchte der russische Proletkult, eine Organisation die sich kurz vor der Oktoberrevolution in Leningrad gründete, und in den folgenden Jahren Studios in Fabriken ebenso wie an der Front eröffnete, mit dem Ziel eine allgemeine künstlerische Produktion zu eröffnen. Damit stand er, ebenso wie diejenigen die außerhalb Russlands an seine Programme anknüpften, wie etwa der von Karel Teige in Prag mitbegründete Poetismus oder Lu Märtens in Berlin verfasste Theorie des »Wesens und Veränderung der Formen (und Künste)«, im direkten Gegensatz zur Kunst- und Kulturpolitik des »orthodoxen Marxismus«. Im Vortrag soll es darum gehen diese Position nicht nur als vergangenen ästhetischen Radikalismus vorzustellen, sondern auch zu fragen warum sich die bürgerlich-kapitalistische ästhetische Beschränkung mit dem Namen Kunst sich bis heute so großer Beliebtheit erfreut.

Der Vortrag findet statt im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Kunst, Spektakel & Revolution". Die Reihe ist eine Kooperation der ACC Galerie mit dem Bildungskollektiv BiKo e.V. und wird gefördert von der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen.